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Babesiose (Hundemalaria)
Babesien werden durch die Auwaldzecke übertragen
Babesien sind intrazellulär in den roten Blutkörperchen (Erythrozyten) lebende Parasiten (Protozoa), die durch Zeckenbisse auf ihre Wirte übertragen werden. In Europa spielt als Überträger vor allem die Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus) eine Rolle. Sie breitet sich zunehmend weiter in Deutschland und Europa aus. Dies ist nicht zuletzt eine Folge des zunehmenden Reisetourismus, des Klimawandels und einer Strukturänderung in der Landwirtschaft (zunehmende Brachflächen).
Für Hunde sind vor allem Babesia canis canis, B. canis vogeli und B. canis rossi (große Babesienart) sowie Babesia gibsoni (kleine Babesienart) von Bedeutung. /p>
Bei der Babesiose werden die roten Blutkörperchen zerstört
Prinzipiell sind Hunde jeden Alters empfänglich. Während die Infektion bei Hunde in Endemiegebieten in der Regel symptomlos verläuft, kommt es bei nicht immunen Hunden (Reisetourismus) zu schweren Erkrankungen, die bei fehlender Behandlung tödlich enden.
Die Inkubationszeit beträgt zwischen 10 Tagen und 3 Wochen. Währenddessen erfolgen die Besiedelung der roten Blutkörperchen und die anschließende Erregervermehrung. Dadurch kommt es zu einer direkten Zerstörung der befallenen roten Blutkörperchen, wodurch der rote Blutfarbstoff freigesetzt wird, was zu einer dunklen, rotbraunen Färbung des Urins führen kann. Die Zerstörung der roten Blutkörperchen kann außerdem eine Blutarmut (Anämie) zur Folge haben.
Die Impfung verhindert nicht die Infektion, lindert aber die Symptome
Die Erkrankung ähnelt der Malaria des Menschen und wird daher im Volksmund auch als Hundemalaria bezeichnet. Im Gegensatz zum Menschen ist für den Hund jedoch ein Impfstoff von der Firma Intervet mit EU-Zulassung erhältlich. Diese wird derzeit lediglich in Frankreich und der Schweiz verkauft. Zwar wird der Hund dadurch nicht vor einer Infektion geschützt, doch werden durch die Impfung die Schwere der klinischen Symptome einer akuten Babesiose sowie die damit verbundene Blutarmut vermindert. In jedem Fall sollten die Hunde auch durch einen wirksamen Zeckenschutz vor einer Infektion geschützt werden. Hierzu eignen sich Präparate mit Repellentwirkung.


