- Ziel & Prinzip
- Core- u. Non-Core Impfungen
- Impfschemata
- Impfstofftypen
- Grundimmunisierung & Wiederholungsimpfung
- Maternale Antikörper
- Risiken & Nebenwirkungen

Risiken & Nebenwirkungen
Seit dem 18. Jahrhundert sind Impfungen das Mittel der Wahl zum Schutz vor bakteriellen und viralen Infektionskrankheiten. Aber wie alles im Leben, besitzen auch Impfungen nicht nur Vorteile, sondern auch gewisse Risiken. So können Impfungen in sehr seltenen Fällen Nebenwirkungen verursachen. Ein völlig risikofreier Impfstoff existiert nicht. Jedoch ist der Nutzen einer Impfung zweifelsfrei wesentlich größer als das damit verbundene Risiko.
Deshalb sollten aktive Impfungen nur bei gesunden Tieren durchgeführt werden, um eventuelle Komplikationen nach Möglichkeit zu vermeiden. Komplikationen können sich nämlich u.a. dadurch ergeben, dass Impfungen während der Inkubationszeit (Zeitraum zwischen Infektion und dem Auftreten erster klinischer Symptome) vorgenommen werden. Generell kommen im Zusammenhang von Impfungen stehende Komplikationen wie Impferkrankungen, Allergien, Impfdurchbrüche und Impfschäden jedoch sehr selten vor. Im Einzelfall wiegen sie jedoch schwer, weshalb einer Impfung stets eine kurze Anamnese (Vorbericht) und eine gründliche Allgemeinuntersuchung mit Messung der Körpertemperatur vorausgehen sollten.
Die in Impfstoffen enthaltene Trägersubstanzen (z.B. Adjuvantien) können in seltenen Fällen Entzündungsreaktionen an der Impfstelle mit anschließender lokaler Abszessbildung hervorrufen.
Injektions-assoziierte Fibrosarkome (Tumore an Injektionsstellen), wie sie bei Katzen vorkommen können, sind beim Hund selten. Ausschlaggebend ist vermutlich das mit der Injektion einhergehende Trauma. Außer an Impfstellen wurden Fibrosarkome auch nach der Injektion von beispielsweise Langzeitantibiotika und Depot-Steroiden beobachtet. Ein ursächlicher Zusammenhang zwischen einzelnen Impfstoffen oder Kombinationsvakzinen konnte bislang nicht nachgewiesen werden.
Achtung: Es ist festzuhalten, dass der Nutzen einer Impfung um ein Vielfaches größer ist, als das vergleichsweise sehr geringe Risikos des Entstehens eines Injektions-assoziierten Fibrosarkoms.

