Impfstofftypen

Lebendimpfstoffe

Lebendimpfstoffe enthalten abgeschwächte, aber noch vermehrungsfähige Erreger. Diese können bei gesunden Tieren keine Erkrankung auslösen.
Ihr großer Vorteil ist, dass sie eine echte Krankheit sozusagen im „Kleinen“ ohne Symptome erzeugen und daher eine gute und langanhaltende Immunität erzielen.

Ihr Nachteil ist, dass es in sehr seltenen Fällen und zumeist nur bei Tieren mit einem Immundefizit, zu Nebenwirkungen und Krankheitserscheinungen kommen kann.

Lebendimpfstoffe wirken in der Regel effizienter als Totimpfstoffe.

Totimpfstoffe (Inaktivierte Impfstoffe)

Totimpfstoffe enthalten abgetötete Erreger oder lediglich Bruchstücke des Erregers (Antigene). Es existieren auch Impfstoffe, die nur den biologisch inaktiven Bestandteil (Toxoid) des Toxins eines Erregers enthalten (z. B. das Tetanus-Toxoid). Diese zählen ebenfalls zu den Totimpfstoffen.

Ein Vorteil von Totimpfstoffen ist es, dass sie keine Erkrankungen verursachen können.

Kombinationsimpfstoffe

Kombinationsimpfstoffe enthalten Antigene oder Antigenbruchstücke mehrerer Erreger. Der Vorteil von Kombinationsimpfstoffen liegt vor allem darin, dass das Tier nur einmal zum Tierarzt gebracht und „gepiekt“  werden muss. Der Nachteil von Kombinationsimpfstoffen ist jedoch, dass sie das Berücksichtigen der spezifischen Situation des Impflings erschweren bzw. verhindern, da die einzelnen Komponenten nicht einzeln aufgefrischt werden können.

Während z.B. für Parvovirose und Staupe nach der Grundimmunisierung nur alle drei Jahre eine Auffrischimpfung stattfinden muss, ist die Auffrischung der Leptospiroseimpfung jährlich bzw. je nach Infektionsdruck sogar halbjährlich notwendig. Die Firma Intervet bietet daher neben Kombinationsimpfstoffen auch zahlreiche Einzelkomponenten nach dem Baukastensystem an.

 

"Kombinationsimpfstoffe enthalten Antigene oder Antigenbruchstücke mehrerer Erreger und besitzen den Vorteil, dass das Tier nur einmal zum Tierarzt gebracht und „gepiekt“  werden muss."